Nachfüttern im november?

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Kikibee
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Nachfüttern im november?

Hallo allerseits,

Kurze Frage zur Notfütterung. Wenn ich denke dass meine Bienen zu wenig Futter haben, kann ich ihnen im November noch Futter zuführen? Ich habe viel über Futterteig gelesen aber ich denke mir dass die Bienen dafür ja wasser brauchen um ihn zu verarbeiten, was bei den Temperaturen ja auch nicht mehr so gut ist. Wir haben am tag ca 10 Grad, in der nacht noch KEINE minusgrade. 

Ich freue mich auf Antworten danke schonmal!

thomasschaffner
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Re: Nachfüttern im november?

Hallo Kikibee

Ich denke, dass die Bienen wenn sie nicht mehr ausfligen auch kein Futter über einen Fütterer von Oben abnehmen. Füttern in der Zarge über eine Futtertasche nahe bei den Bienen könnte noch funktioniren. Ist aber aufwendig da zum Einhängen der Tasche volle Waben zeitweilig entnommen werden müssen.

Gruß Thomas

claudia1
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Re: Nachfüttern im november?

Wieviel Futter hast du denn drinnen?

Wenn du jetzt schon von Notfütterung sprichst ( jetzt gehen sie hoffentlich bald aus der Brut, dann sinkt der Futterverbrauch deutlich ab), dann ist ganz gravierend was schief gelaufen..... Notfutter ist eventuell ( aber nur eventuell) im Februar/ März/ April nötig, wenn die Bienen schon stark wieder brüten und es ordentlich Kälterückschläge gibt. Aber auch das sollte eigentlich nicht vorkommen. Jetzt ( auch wenn das Wetter noch schön ist) sollte man den Bienen absolute Ruhe gönnen, eigentlich vom September bis April- Finger weg und Deckel drauf!.

Und Notfüttern und  Reizfüttern sind 2 paar Schuhe, und bei beiden würden ich keinen gekauften Futterteig verwenden. Der ist zu trocken. 

LG

claudia1
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Re: Nachfüttern im november?

Grob dahin gesagt:

Oktober/November/Dezember/ Jänner .....je ein Kilo Verbrauch pro Monat

Februar/ März.......2-3 kg Verbrauch pro Monat

aber warum denkst du, du hast zu wenig Futter drinnen?. Rechnst du wieviel Futter du hast, wiegst du, um ungefähr zu sagen, wieviel Futter du drinnen hast oder ist das wirklich nur dein Gefühl?

 

LG

Bienen Sepp
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Re: Nachfüttern im november?

Hallo!

 

Im Umfeld der blühenden Nachfrüchte bremse ich beim Füttern und bis Mitte Otober

wird dann gefüttert, was eben noch fehlt.

Wenn ich bei Kontrollen (Gemülldiagnose und hinten anheben) ein Volk finde welches

mir zu gering erscheint, wird die Futtertasche nochmals angefüllt und noch jedes Volk

hat das Futter angenommen.

Im Herbst kann ich mir einen Tag mit Temperaturen über 10° aussuchen im Februar kanns 

eine Zitterpartie werden.

 

Schöne Grüße Sepp

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

Wenn sie aus der Brut sind, würd ich jetzt nich mehr nachfüttern. Und abwarten bis im Februar, bzw schauen wann sie die ersten Pollen bringen im Winter. Dann steigt der Futterverbrauch an, Ich hab ein kleines Kästchen gebastelt, das in die Aussparrung des Taunusdeckels passt und mit angeässertem Futterteig gefüllt werden kann als Nachfütterung. Das Kästchen ist zentral im Deckel. Futterteig aber mit Wasser anrühren. Andere Möglichkeit wäre, de Beute ringsum zusätzlich zu isolieren, vor allem die Holzbeuten sind viel zu kalt. Ich hab meine zusätzlich am Deckel und ringsum nochmals mit Holz isoliert. Schau mal den Link www.bienenpro.at. Dort siehst du die Unterschiede in den Beuten...

 

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

silberdistel schrieb:

Wenn sie aus der Brut sind, würd ich jetzt nich mehr nachfüttern. Und abwarten bis im Februar, bzw schauen wann sie die ersten Pollen bringen im Winter. Dann steigt der Futterverbrauch an, Ich hab ein kleines Kästchen gebastelt, das in die Aussparrung des Taunusdeckels passt und mit angeässertem Futterteig gefüllt werden kann als Nachfütterung. Das Kästchen ist zentral im Deckel. Futterteig aber mit Wasser anrühren. Andere Möglichkeit wäre, de Beute ringsum zusätzlich zu isolieren, vor allem die Holzbeuten sind viel zu kalt. Ich hab meine zusätzlich am Deckel und ringsum nochmals mit Holz isoliert. Schau mal den Link www.bienenpro.at. Dort siehst du die Unterschiede in den Beuten...

 

WAS kostet ein Feuchtigkeitssensor, wenn man etwas belegen möchte?

Ohne einen solchen ist diese Forschungsarbeit, wie auch die beiden Thermobilder eher als nett zu bezeichnen.

Dies da man vermutlich zwei ungleich starke Völker Mittels Thermografie darstellt.

Weiters, um den Mittelpunkt einer Bienentraube zu messen ist das zerteilen diese Norwendig, da man ansonsten ja nur die Oberfläche messen würde, welche bekanntlich nach innen erstaunlich gut isoliert.

Ich sehe auf den Thermobilder ein WINTERRUHENDES Volk in Holz und ein BRÜTENDES in der Styroporbeute.

Mir ist am 28.12 ein WINTERRUHENDES Volk erheblich lieber.

Den Varroen wohl eher das Gegenteil.

Da die Feuchtigkeit in den Beuten nicht dokumentiert wurde, was mit anderen Sensoren an Standardwaagen recht einfach möglich gewesen wäre, fehlt der größte Parameter um wirkliche Aussagen treffen zu können.

So was ist pseudo- Wissenschaftlich und daher als Werbung anzusehen, natürlich nur in meinen Augen.

"Nur" Batterien als Ausrede zu nutzen ist Weiters sonderbar wenn man fundierte Werbung betreiben möchte.

Diese kann man meist sogar, wenn man möchte im Vollbetrieb einer Messreihe austauschen...

Wenn man möchte........

 

 

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
Natürlich immer mit den besten Vorsätzen

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

Also daß 2 oder 3 cm Holzbeute viel zu dünn ist und da sehr viel Wärme verloren geht sollte klar sein. Weit mehr als den meisten bewusst ist. Ich selber hab Styropor und Holzbeuten im Einsatz und da ist einfach ein signifikanter Unterschied im Futterverbrauch, in der Frühjahrsentwicklung und auch in der anschließenden Honigleistung. Styropor hat den 7fachen Isolationswert von Holz. Um die gleiche Holzdämmung zu erreichen müßte die Holzbeute 30 cm dick sein... Und das mit der Feuchte ich auch sehr logisch, je mehr die Bienen wärme erzeugen müssen, desto mehr atmen sie und desto mehr H2o entsteht. Alles logisch von physikalischer und biologischer Seite. 

Gerade bei feuchtem Klima oder Wetter, bei uns hat es immerhin 1800 mm  NS imJahr und auch sehr viel Schnee, in dem die Beuten stehen, ist die Holzbeute einfach feuchter, innen als auch das Holz selber nimmt in dieser zeit sehr viel Feuchte auf. Ich hab heuer die Holzbeute isoliert u,nd werde es nächstes Jahr noch mehr tun, damit die Bienen wesentlich weniger Thermogenese betreiben müssen und damit ein trockeneres und wärmeres Beutenklima wie sie es von Natur aus gewohnt sind, bekommen.

Das sind alles meine Beobachtungen als Biologin und Imkerin, die Seite Bienenpro.at hat nur meine Annahme, die ich vorher schon hatte, bestätigt. 

 

lg

 

 

BHei
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Re: Nachfüttern im november?

Ihr sprecht über sehr verschiedene Klimazonen, nehme ich an.

Normalerweise sind aber Styropor-Beuten innen feuchter, weil sie eben auch für Wasserdampf weniger durchlässig sind als Holz.

 

viele Grüße,

Berthold

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

Für mich ist das versuchte, versteckte Werbung.

Dies, da hochverdichteten Konstruktionsstyropor nicht den Dämmwert von niedrigverdichtetem Isolationsstyropor hat und hier versucht wird Eigenschaften von Holz schlechtzureden.

Dessen hauptnützliche Eigenschaft besteht, so die Aussenwand offenporig belassen wird und die Innenwand... man lasse mal die Ansichten von Thorben Schiifer weg, dies ebenso ist, darin Wasserdampf aufzunehmen und abzugeben.

Und nicht die von hochverdichteten Konstruktionsstyropor einer Bienenbeute, dampfdicht zu sein.

Mit allen Folgen.

Somit sind die Ausführungen.. einseitig.Ein Schelm wie ich denkt, bei 2 Beiträgen und gleich einem Link auf ein Produkt meist das richtige.

Der Bien wärmt und isoliert sich selber.

Die Umgebungstemperatur der Wintertraube liegt nur geringste über der im Aussenbereich der Beute.

Wer dem Wärmehaushalt des Biens helfen möchte, der verwendet Thermoschiede in der Frühjahresbrut.

Welche ich wiederum aus Holz, mit Dämmeinlage, oder aus Isolierstyropor mit Alukaschierung überzogen, am Sinnvollsten finde.

Erst mit beginnende Brut ist ein besserer Wärmehaushalt Sinnvoller, aber auch ein Wasserabtransport der, bei der Brut entstehenden Wasserdämpfe.

Was im Styropor eher ein Dampfbad wird.

Im dünnwandigem Holz hingegen besser funktionieren wird.

Mir ist dann allerdings eine Dampfdiffusion lieber als ein paar Zehntel Grad mehr.

Jeder Imker weiss, dass bereits 2 Völker unterschiedlich sind.

Was nicht unbedingt einer Beute zugeschrieben wird, sondern eher der Genetik, nein nicht des Holzes, sondern der Königin. Cool

Frühbrütern, Spätbrüter, Durchbrüter, Frühstarter, Spätstarter, etc. etc.

Es kommt auf den Bien und nicht auf die Beute an.

Was ein Werbungsresistenter Imker weiss.

Wieder ein Nördlicher Nachbar der meint superschlau die Ösis Pflanzen zu können.

Ist ja nicht der erste....

 

 

 

 

 

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
Natürlich immer mit den besten Vorsätzen

BHei
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Re: Nachfüttern im november?

freebee16 schrieb:

Für mich ist das versuchte, versteckte Werbung.

Dies, da hochverdichteten Konstruktionsstyropor nicht den Dämmwert von niedrigverdichtetem Isolationsstyropor hat und hier versucht wird Eigenschaften von Holz schlechtzureden.

Dessen hauptnützliche Eigenschaft besteht, so die Aussenwand offenporig belassen wird und die Innenwand... man lasse mal die Ansichten von Thorben Schiifer weg, dies ebenso ist, darin Wasserdampf aufzunehmen und abzugeben.

Und nicht die von hochverdichteten Konstruktionsstyropor einer Bienenbeute, dampfdicht zu sein.

Mit allen Folgen.

Somit sind die Ausführungen.. einseitig.Ein Schelm wie ich denkt, bei 2 Beiträgen und gleich einem Link auf ein Produkt meist das richtige.

Der Bien wärmt und isoliert sich selber.

Die Umgebungstemperatur der Wintertraube liegt nur geringste über der im Aussenbereich der Beute.

Wer dem Wärmehaushalt des Biens helfen möchte, der verwendet Thermoschiede in der Frühjahresbrut.

Welche ich wiederum aus Holz, mit Dämmeinlage, oder aus Isolierstyropor mit Alukaschierung überzogen, am Sinnvollsten finde.

Erst mit beginnende Brut ist ein besserer Wärmehaushalt Sinnvoller, aber auch ein Wasserabtransport der, bei der Brut entstehenden Wasserdämpfe.

Was im Styropor eher ein Dampfbad wird.

Im dünnwandigem Holz hingegen besser funktionieren wird.

Mir ist dann allerdings eine Dampfdiffusion lieber als ein paar Zehntel Grad mehr.

Jeder Imker weiss, dass bereits 2 Völker unterschiedlich sind.

Was nicht unbedingt einer Beute zugeschrieben wird, sondern eher der Genetik, nein nicht des Holzes, sondern der Königin. Cool

Frühbrütern, Spätbrüter, Durchbrüter, Frühstarter, Spätstarter, etc. etc.

Es kommt auf den Bien und nicht auf die Beute an.

Was ein Werbungsresistenter Imker weiss.

Wieder ein Nördlicher Nachbar der meint superschlau die Ösis Pflanzen zu können.

Ist ja nicht der erste....

 

 

 

 

 

[/quote]

[quote=freebee16]

Was nicht unbedingt einer Beute zugeschrieben wird, sondern eher der Genetik, [nein nicht] des Holzes

Na das wär endlich ein Thema ganz für mich Zwinkernd

 

vG

Berthold

Reinhard
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Re: Nachfüttern im november?

BHei schrieb:

 

Na das wär endlich ein Thema ganz für mich Zwinkernd

 

vG

Berthold

Was hindert dich, darüber ein eigenes Thema zu eröffen? Trau dich Zwinkernd

Pfiati, Reinhard

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

Also das sollte keine versteckte Werbung sein! Wieso sollte man nicht einen Link teilen können, den man für sinnvoll erachtet?

Ich bin Biologin und Imkerin und denke viel darüber nach, was ich verbessern kann. Es sind meine Erfahrungen und Beobachtungen in erster Linie, die mich überzeugen, daß sich meine Bienen in den Styroporbeuten besser entwickeln. Momentan hab ich 3 Beutensysteme nebeneinander in Verwendung, Frankenstyropor, Taunusstyropor und Liebig Zander HOlzbeute. Dabei ist die Holzbeute klar im Nachteil. Diese Beute hat innen verschimmelte Wände, ist feuchter, die Bienen brauchen mehr Futter. Die Frühjahrsentwicklung beginnt später, und der Honigertrag ist um einiges geringer als in der Styroporbeute. Ich hab durchwegs gutes Königinnenmaterial , waren heuer die Honigleistungen zwischen 20 und 33 kg je Volk und das in einer Gebirgsgegend mit viel Niederschlag und Schnee und einer späteren Blühtracht. Die Beuten stehen im Winter im Schnee und im Frühling als auch im Herbst ist das Wetter feucht. 1800 mm pro Jahr. Die Holzbeute fühlen sich gerade jetzt und im Frühling feucht an.

Ich hab heuer im Herbst die Beute mit 2 cm Dreischichtplatten und einem Zusatzdeckel außen zur Isaolation verstärkt. Nächstes Jahr sollte dann noch eine Dämmung außen mit Holzwolle und ein Blech zum Schutz vor Regen dazukommen. 2 cm HOlz ist einfach zu dünn!Da geht dem Bien zu viel Wärme verloren.  Wir isolieren ja auch unsere Häuser.  Gerade im Winter, wenn sie mit der Brut wieder anfangen, und das kann im Januar oder im Februar, je nach Wettersituation der fall sein, macht sich die gut isolierte und dadurch wärmere und trockenere Beute bezahlt bei den Bienen. 

Ich weiß jedenfalls wie ich meinen Bienen bei ihrem Wärmehaushalt helfen kann. Und ein guter Wärmehaushalt trägt wesentlich zum Erfolg bei den Bienen bei!

lg

Marianne

 

 

claudia1
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Re: Nachfüttern im november?

silberdistel schrieb:

Wir isolieren ja auch unsere Häuser. 

Das ist der Satz, auf den ich gewartet habe.Da erkennt man dann sofort, dass du dich noch nie intensiev mit dem Wärmehaushalt der Bienen beschäftigt hast, keine der unzähligen Studien gelesen hast, denn sonst wüsstet du als Biologin das der Bien genau keine wärmedämmtes Haus benötigt...........also doch nur Werbung......

LG

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

ich rede nicht von benötigen, sie würden wahrscheinlich auch im Kühlschrank überleben. Aber wie und wenn sie es aussuchen können würden sie sicherlich nicht im Kühlschrank bleiben. Die Biene ist ein wärmeliebendes Insekt und wenn sie die Bruttemperatur auf 35 Grad schrauben muss, dann ist das Höchstleistung für den Bien. Stell dir vor du musst doppelt so lange mit den Flügeln schlagen um die gleiche Temperatur zu halten? So ein quatsch. Überall in der Biologie ist die Temperatur ein entscheidender Faktor. Wieso verkleben die Bienen dann die Beuten so akribisch? jedes Zugloch machen sie zu wenn sie können? Hast du schon beide Beutensysteme nebeneinader getestet? Lebst du in einem alten Haus ohne Isolierung? Klar, kann man da leben nur ist es  nicht so angenehm, ich kenn selber den unterschied. Wieso sollte es bei den Bienen anders sein? Vergleich mal beide Beuten und dann red weiter.

imker_neulichtenberg
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Re: Nachfüttern im november?

Bezüglich Wärme Dämmung propagiert auch Jürgen Binder die Wintertraube mit einem Wärmeschied links und Rechts anzupassen. Eine Beute komplett aus Styropor möchte ich auch den der Honigraum muss ja nicht gedämmt werden. So mache ich den Kompromiss: Zargen aus Holz und die Brut wird mit Wärmeschieden warm gehalten.

LG Manfred

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

das problem ist aber eine rundumisolierung, was nützt es auf der Seite, wenn die Waben im Kaltbau nach vorne offen sind und der Deckel nur einfach isoliert ist. Es ist das gleiche wenn ich im Haus nur die 2 Seiten isoliere und das Dach und die Vorder und Rückseite nicht... dann geht dort die Wärme weg. Man muß das ganze Haus / Stock betrachten. Klar, besser wie vorher auf jeden fall. Ich hab heuer auch nach unten den 2. Brutraum erweitert, nicht nach oben. Ich versuche möglichst Wärmeschonend zu denken. Es ist alles Energie, die sie erzeugen müssen und die sonstwo fehlt.

Ich versuch es mehr mit meiner Logik aus der Biologie und meinen Beobachtungen zu erklären. Ideal ist sicherlich eine sehr gut isolierte Holzbeute...  Bezüglich der Feuchte in der Holzbeute hat sicherlich unser Klima auch starken Anteil. Im trockenen pannonischen Klima im osten ist generell weniger Feuchte in den Beuten oder in der Luft. Bei uns in den Nordalpen mit viel Niederschlag und tieferen Temperaturen gibts sicherlich ein größeres Feuchteproblem und die durchschnittlichen Aussentemperaturen sind geringer. Da freut sich er Bien sicherlich, wenn er in einer wärmeren und dadurch auch trockeneren Beute sitzt. Am besten selber mal beide Beutensysteme nebeneinander ausprobieren.

danke für deinen guten und anständigen Kommentar....

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

Oida...

Ich bin auch Biologe.

Dies, da ich Biologie in der Schule hatte.

Wer ein Thema einseitig betrachtet wird immer ein positives Ergebnis erlangen.

Wie in der Werbung.

Wer Tatsachen ausblenden hat vielleicht Biologie studiert, jedoch in den Vorlesungen des Lebens, betreffend angewendet Praxis ein Schwänzer.

Für mich ist's einseitige Werbung... Mit noch dazu dem "Ich bin Fachmann" - gedöns dazu.

Stellen wir mal eine einfache Frage an die Fachfrau:

Wann isoliert Du denn die Beuten?

 

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silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

nur bla bla

Reinhard
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Re: Nachfüttern im november?

Ich bitte euch um ein wenig mehr fachlichen Ton beim Thema.

Auch wenn es unterschiedliche Ansichten dazu gibt oder vermeintliche Wissensdefizite, ist unter Mitmenschen ein angepasster Umgang miteinander etwas, das nicht unbedingt vernachlässigt werden soll.

 

 

Pfiati, Reinhard

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

Also dann, Entschuldigung.

Die reduzierte, unbeantwortet Frage war:

 

:

freebee16 schrieb:

 

 

Stellen wir mal eine einfache Frage an die Fachfrau:

Wann isoliert Du denn die Beuten?

 

 

Der "Bien" macht was er möchte. Wir können Ihn maximal beeinflussen.
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silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

Halso ich hab nun im Oktober mit dreischichtplatten ringsum, die ich mit einer Schnalle leicht entfernen kann, isoliert. und natürlich auch noch einen zusätzlichen Deckel dazu zugefräst mit etwas Luft dazwischen. Diese Isolation lasse ich das ganze Jahr drauf. Wichtig jedoch ab Herbst bis in den Juni. Nächstes Jahr will ich diese Konstruktion noch verbessern...

imker_neulichtenberg
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Re: Nachfüttern im november?

Ich gebe die Dämmung in die Beute, siehe Link.

http://www.bienenpoint.at/?p=444

meine neuen Dämmplatten werden 2cm Hartschaumplatten, welche aussen mit Fasadenkleber bespachtelt werden damit sie nicht von den Bienen abgeschrottet werden.

LG Manfred

silberdistel
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Re: Nachfüttern im november?

hallo Manfred,

hast alles sehr schön auf deiner Webseite dargelegt. Vor allem die Varroabehandlung hast ausführlich erklärt. Die Methode mit Varromed kenn ich leider nicht. Wir machen im Juli Bannwabe oder TBe und anschliesend 2 mal mit dem Oxamat eine Oxalsäureverdampfung. Dann ist Ruhe in der guten Stube. 

 Bei uns in der Gegend haben die meisten Styroporbeuten in Verwendung. Nur ganz wenige mit Holzbeuten. Hast du auch welche? wie ist euer Klima?

lg

Marianne

 

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

Manfred, eine Top-Arbeit diese Homepage.

 

Ich lernte und praktizierte jedoch das komplett aufreissen, damit der Bien aus der Brut geht und so lange als möglich bleibt.

Was bedeutet, dass die Deckelisolierung, der Boden wegkommen und die Mädels, um den Varroa Druck im Winter so lange wie möglich fern zu halten, kalt gehalten werden.

Dies bleibt bis irgendwann Mitte Januar so.

Was bedeutet dass nach der Winterbehandlung so lange als möglich, keine Brut vorhanden ist und der natürliche Milbentotenfall genutzt wird.

Was eigentlich seit Jahrzehnten die Allgemeine Praxis darstellt.

Ein Volk warm zu überwintern heisst dem Milben eine perfekte Ganzjahreskinderstube zu geben.

 

Was nicht heisst, dass im Spätwinter keineThermoschiede, Deckelisolierung etc verwendet werden.

Dann wird gepusht, ohne Frage! Was geht!

Bei der diesjährigen Reinfektionsrate nach der TBE und Verdampfung die dritte Milbenreduzierende Behandlung.

Wovon zwei natürlich sind.

Was in der Folge im Regelfall großteils sogar  bis Anfang September den Varroa Druck unkritisch hält.

Je nach Brutstärke und verflug unterschiedlich.

Man beachte dass in kühleren Brut Zellen mehr Varroen entstehen....

 

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imker_neulichtenberg
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Re: Nachfüttern im november?

freebee16 schrieb:

Manfred, eine Top-Arbeit diese Homepage.

 

Ich lernte und praktizierte jedoch das komplett aufreissen, damit der Bien aus der Brut geht und so lange als möglich bleibt.

Was bedeutet, dass die Deckelisolierung, der Boden wegkommen und die Mädels, um den Varroa Druck im Winter so lange wie möglich fern zu halten, kalt gehalten werden.

Dies bleibt bis irgendwann Mitte Januar so.

Was bedeutet dass nach der Winterbehandlung so lange als möglich, keine Brut vorhanden ist und der natürliche Milbentotenfall genutzt wird.

Was eigentlich seit Jahrzehnten die Allgemeine Praxis darstellt.

Ein Volk warm zu überwintern heisst dem Milben eine perfekte Ganzjahreskinderstube zu geben.

 

Was nicht heisst, dass im Spätwinter keineThermoschiede, Deckelisolierung etc verwendet werden.

Dann wird gepusht, ohne Frage! Was geht!

Bei der diesjährigen Reinfektionsrate nach der TBE und Verdampfung die dritte Milbenreduzierende Behandlung.

Wovon zwei natürlich sind.

Was in der Folge im Regelfall großteils sogar  bis Anfang September den Varroa Druck unkritisch hält.

Je nach Brutstärke und verflug unterschiedlich.

Man beachte dass in kühleren Brut Zellen mehr Varroen entstehen....

 

Danke für das Lob.

Ich imkere auf 770 m Seehöhe und darum nehme ich die Wärmeschiede. Die Varroatasse ziehe ich nur 2cm heraus damit die Bienen von unten Luft über den Gitterboden  bekommen wenn das Flugloch eingeschneit ist. Vor 3 Jahren hatte ich die Varroatassen über den Winter auch herausen, für Starke Völker ist es kein Problem für Mittelstark und schwache Völker ist es meiner Meinung eine Hilfe wenn die Varroatasse drinnen ist .

LG Manfred

freebee16
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Re: Nachfüttern im november?

Wärmeschiede auch Okt bis Januar?

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Bienen Sepp
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Re: Nachfüttern im november?

freebee16 schrieb:

Wärmeschiede auch Okt bis Januar?

In meiner Anfangszeit hab ich mich an den Liebig gehalten und es blieb der Boden offen.

Der Deckel war immer isoliert. Ich bin jedoch dazu übergegangen mit geschlossenen Boden zu überwintern.

Nach meinem Gefühl kommen die Völker so stärker durch den Winter.

 

Was die Brutfreiheit betrift richten sich meine Bienen nach der Ausstemperatur und dem Pollenangebot.

Beides kann ich nur eingeschränkt beeinflussen. Ich mach bei jeden Standbesuch einen Blick auf 

das Gemüll und Problemvölker können frühzeit erkannt werden.

 

Gruß Sepp