Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

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bienenpeppi
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Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Einige meiner Völker haben einen auffallend eingeschränkten Flugbetrieb. Heute habe ich mal genauer hingeschaut und hab bei einem sehr starken Volk einige Milben auf den landenen Bienen gesehen. Auch die Varroalade war voller Milben. Bei den anderen Völkern waren kaum Milben auf den Laden und keine Milben auf den landenen Bienen zu sehen.

Was kann ich mit diesem Volk machen? folgende Ideen habe ich:

- Honigräume bienenfrei auf andere Völker setzen und Brutraum mit VarroMed behandeln. Bei VarroMed ist nur die Anleitung etwas widersprüchig: "Wartezeit für Honig: 0 Tage" und "nicht während Tracht anwenden"...

- Das Selbe nur mit Ameisensäure, dann sind die letzten Wochen Honigeintrag halt nicht mehr zu verwenden, was für mich aber ok wäre. Aber kann ich nur ein Volk vom Bienenstand mit AS behandeln?

- Totale Brutentnahme. Aber auch hier müsste ich das verbliebene Volk behandeln, weil ja auch viele Milben auf den Bienen sitzen? Und müsste ich die Brut wirklich einschmelzen, wegen hohem Befall? Das täte mir schon sehr weh...

Was ist da am sinnvollsten bzw. welche Möglichkeit seht ihr noch?

Danke!

 

Sommerbiene
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

 

Ich würde sofort die Honigräume weg geben und die Brut vernichten. Die brauchst im Moment nicht noch mehr Bienen, sondern ein unbelastetes Volk. Die Bienen auf Mittelwände setzen und dann drei Tage später die Waben mit ansitzenden Bienen mit einem zugelassenen Oxalsäurepräparat (am besten Bienenwohl) beidseitig besprühen. 

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Sommerbiene schrieb:

Die Bienen auf Mittelwände setzen ...

... und natürlich füttern. Aber das wießt Du ja ohnehin.

Grüße von der Sommerbiene.

DjIch1
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Hey bienenpeppi,

ich probier dieses Jahr gerade die Wabentasche aus. 

Hast du auch gezählt wie viele Milben pro Tag gefallen sind?

 

Lg

Dj

bienenpeppi
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Milbenfall pro Tag weiß ich nicht, weil ich erst heute die Lade gereinigt hab.

Die Brut unbedingt vernichten? Kann ich die nicht mehr auf einem seperaten Stand mit Oxal oder Ameisensäure retten? Naja sonst muss es halt sein

Danke schon mal...

Sommerbiene
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

bienenpeppi schrieb:

Die Brut unbedingt vernichten? Kann ich die nicht mehr auf einem seperaten Stand mit Oxal oder Ameisensäure retten?

 

Du schreibst "varroaverseucht". Da würde ich so vorgehen wie beschrieben.

 

Ob es die optimale Vorgangsweise ist ist, mögen andere beurteilen.

 

Grüße von der Sommerbiene.

Sturmimker
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Ich finde es wäre wirklich wichtig den Befallsgrad festzustellen! Wenn wirklich der Hut brennt, würde ich die Brutwaben vernichten. Falls es nicht so dragisch ist, spricht überhaupt nichts gegen eine Brutscheune.

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

 

V a r r o a v e r s e u c h t  = Ausdruck des laufenden Zuchterfolges an der Varroa

Konsequenz = ...

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

Sommerbiene
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

V a r r o a v e r s e u c h t  = Ausdruck des laufenden Zuchterfolges an der Varroa

Konsequenz = ...

Ich glaube, den meisten Imkern ist mittlerweile klar, dass sie durch die herkömmliche Säurenbehandlung die Varroen selektieren, das heißt, widerstandsfähigere Varroen züchten. Der zweifelhafte Erfolg dieses Unterfangens ist klar.

 

Ich glaube jedoch weiters, dass den meisten Imkern nicht klar ist, wie sie dies ändern können und ob sie überhaupt dazu in der Lage sind.

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

BHei
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

ich hingegen glaube, dass Lebewesen gegen so "chemisch einfache" Dinge wie organische Säuren (und Ameisensäure ist die einfachste überhaupt, die ist einfach nur sauer!) nicht resistent werden können. Was ätzt, ätzt einfach; da hat sich noch kein Lebewesen auf der Welt eine "härtere Haut" dagegen wachsen lassen können.

 

Komplizierte chemische Verbindungen, die nur an einer bestimmten Stelle in den Stoffwechsel eingreifen, können dagegen "relativ leicht" umgangen werden. In der Evolution über viele Jahrtausende gesehen, so meine ich das "relativ leicht". Manchmal auch schneller.

 

vG

Berthold

Sturmimker
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Ich glaube, dass Problem liegt an den strammen Burschen (Drohnen) die es eigentlich gar nicht geben würde, wenn wir nicht behandeln würden. 

lg Michael

Am wichtigsten ist die Biene, alles andere ist primär

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

BHei schrieb:

ich hingegen glaube, dass Lebewesen gegen so "chemisch einfache" Dinge wie organische Säuren (und Ameisensäure ist die einfachste überhaupt, die ist einfach nur sauer!) nicht resistent werden können. Was ätzt, ätzt einfach; da hat sich noch kein Lebewesen auf der Welt eine "härtere Haut" dagegen wachsen lassen können.

Komplizierte chemische Verbindungen, die nur an einer bestimmten Stelle in den Stoffwechsel eingreifen, können dagegen "relativ leicht" umgangen werden. In der Evolution über viele Jahrtausende gesehen, so meine ich das "relativ leicht". Manchmal auch schneller.

vG

Berthold

Berthold, es fehlt Deine logische Schlussfolgerung dafür, was nun mit diesem Bien zu tun sei (behandeln, nicht behandeln, abmurksen).

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Guten Morgen

 

Paule schrieb:

 

V a r r o a v e r s e u c h t  = Ausdruck des laufenden Zuchterfolges an der Varroa

Konsequenz = ...

 

Oder auch die Folge, einer "schiefgelaufenen" Varroabehandlung ( bei einer Imkerei mit Behandlung) in der Vergangenheit. (kann jedem mal passieren)........Oder eine Störung im Gefüge des Biens, bei einer Imkerei ohne Behandlung.

 

Dass sich die Milbe in den letzten 40 Jahren verändert hat, erachte ich als kaum möglich. Wenn ja, könnte eine behandlungsfreie Bienenhaltung auf dauer nicht geführt werden. (wir haben noch immer die gleiche Biene wie vor 100 Jahren)

 

lg sulz.

 

 

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

sulz schrieb:

...Dass sich die Milbe in den letzten 40 Jahren verändert hat, erachte ich als kaum möglich...

 

Ohne Imker und ohne ihre Institute könnte das stimmen.

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sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

sulz schrieb:

...Dass sich die Milbe in den letzten 40 Jahren verändert hat, erachte ich als kaum möglich...

 

Ohne Imker und ohne ihre Institute könnte das stimmen.

 

Guten Morgen Paule.

 

Hast du Daten darüber, dass sich die Varroamilbe in den vergangenen Jahren verändert hat, oder gar zu einer Mutation gekommen ist?

 

Diejenigen Daten, die ich nun erhalten habe, zeigen keine Veränderung, oder gar eine Mutation.

Mit bestem Dank für genauere Informationen.

 

lg Sulz.

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

sulz schrieb:

...Hast du Daten darüber, dass sich die Varroamilbe in den vergangenen Jahren verändert hat, oder gar zu einer Mutation gekommen ist?

Diejenigen Daten, die ich nun erhalten habe, zeigen keine Veränderung, oder gar eine Mutation...

 

Daten dazu habe ich nicht aber einige Infos:
Die heutigen Biens ertragen nur noch einen geringen Bruchteil der einst hier möglichen Varroenlast je Volk.
Trotz der einst weit höheren Varroenlast war damals nur eine Behandlung erforderlich.
Obgleich DWV und andere Viren in den Biens bereits anwesend waren, waren sie trotz Varroen zunächst über zig Jahre hinweg kein Problem.
Und dann gibt es noch Biens, welche mit ihrem zu fitten (vielleicht veränderten) Milb sterben dürfen und "Raum" schaffen für Biens, welche der Milb scheinbar leben lässt.
Sollten aber die heutigen Varroen hier ausschließlich noch die "gleichen" sein, wie vor fast vierzig Jahren, dann müsste es nur andere Schuldige für jene Negativentwicklung geben.

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BHei
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

Trotz der einst weit höheren Varroenlast war damals nur eine Behandlung erforderlich.

Obgleich DWV und andere Viren in den Biens bereits anwesend waren, waren sie trotz Varroen zunächst über zig Jahre hinweg kein Problem.
Sollten aber die heutigen Varroen hier ausschließlich noch die "gleichen" sein, wie vor fast vierzig Jahren, dann müsste es nur andere Schuldige für jene Negativentwicklung geben.

[/quote]

Die Milben sind die gleichen, die Viren sind die gleichen, aber natürlich ist die Virendurchseuchung der Bienenvölker inzwischen eine ganz andere (viel höhere). Ganz einfach.

 

[quote=Paule]

sapere aude
(I.Kant: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!)

kann ich nur voll und ganz unterschreiben! Cool

vG

Berthold

sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Guten Abend Paule.

 

Es ist durchaus möglich, dass die Viren den "Krankheitsverlauf" mit der Milbe verändert haben.

Bedenke, dass der Biss der Milbe genau die Schwachstelle im Imunsystem der Biene trifft.

Wenn nun die Milbe nicht nur überträger von Viren ist, sondern auch Virenträger, dann bricht das Volk an einer hohen Virenlast zusammen. ( DWV, APV, CPV) Die Milbe, muss sich desswegen nicht verändert haben.

 

lg sulz.

Bienenwerkstatt
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

sulz schrieb:

Guten Abend Paule.

Wenn nun die Milbe nicht nur überträger von Viren ist, sondern auch Virenträger, dann bricht das Volk an einer hohen Virenlast zusammen. ( DWV, APV, CPV) Die Milbe, muss sich desswegen nicht verändert haben.

 

lg sulz.

Genauso ist es lt. Benjamin Lamp. In einem Vortrag hat er erklärt dass sich die Viren, die Varroa als "Taxi" umfunktioniert haben, ohne die selbst zu schädigen.

LG Heinz

je einfacher desto besser
www.bienenwerkstatt.at

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

 

Etwa zwanzig Jahre machten sich jene Viren in den Bienen nicht bemekbar, obgleich sie ja in ihnen und in den Milben lebten. Aber dann ebneten Pestizide dem tödlichen Bienenvirus den Weg.

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Manfred
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Grüß Euch,

 

Bretschko war ja dazumal der Ansicht, die Varroa wird zum Gewissen der Imkerei werden.

Am hochgradigem Beitrag der Imkerei zum horizontalen Pathogentransfer hat sich seither keine Änderung ergeben.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4599887/

HG Manfred

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Manfred schrieb:

...Am hochgradigem Beitrag der Imkerei zum horizontalen Pathogentransfer hat sich seither keine Änderung ergeben.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4599887/

HG Manfred

 

Manfred, wie würdest Du den aktiven und passiven Beitrag der Imker am Pathohentransfer bewerten, deren Stände seit über zwanzig Jahren ganz normal und zufriedenstellend so geführt werden, wie vor der Varroose - so als gäbe es die Varroen gar nicht.

und

Was bewirkt das Entstehen nunmehriger Pathogenitäten, die es ja so bis vor rd. zwanzig Jahren über rd. zwanzig Jahre  hinweg für uns nicht spürbar gab?

VG Paule

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sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Bienenwerkstatt schrieb:

sulz schrieb:

Guten Abend Paule.

Wenn nun die Milbe nicht nur überträger von Viren ist, sondern auch Virenträger, dann bricht das Volk an einer hohen Virenlast zusammen. ( DWV, APV, CPV) Die Milbe, muss sich desswegen nicht verändert haben.

 

lg sulz.

Genauso ist es lt. Benjamin Lamp. In einem Vortrag hat er erklärt dass sich die Viren, die Varroa als "Taxi" umfunktioniert haben, ohne die selbst zu schädigen.

LG Heinz

 

Danke Heinz für die Erklärung.

 

In dem zusammenhang, frage ich mich schon länger:

Welchen Einfluss, hat denn eine Viren tragende Milbe auf die Brut in der sie sich vermehrt?...

-Verlängert sich die Entwicklungszeit/Verdecklungszeit, und somit auch die Vermehrungsrate dieser Milben?

-Sind die Nachkommen solcher Milben auch schon Virenträger?

 

Es sind für mich noch sehr viele Fragen offen.

 

lg sulz.

Manfred
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Grüß Dich, Paule

 

[/quote]

 

Manfred, wie würdest Du den aktiven und passiven Beitrag der Imker am Pathohentransfer bewerten, deren Stände seit über zwanzig Jahren ganz normal und zufriedenstellend so geführt werden, wie vor der Varroose - so als gäbe es die Varroen gar nicht.

 

[/quote]

Mangels Kenntnis der imkerlichen Praktiken derartiger Ausnahmeerscheinungen kann ich mir dazu keine Meinung bilden. 

Wie handhabst Du es ?

Finden sich Reihenaufstellung, Sammelbrutableger, Brut- und Futterwabentausch, Bildung von zusammengetrichterten Zwangsgemeinschaften, Zusetzen von Königinnen, Brutscheunen und dergleichen im Repertoire Deiner imkerlichen Aktivitäten ?

 

HG Manfred

 

 

 

 

Manfred
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

 

[/quote]

Was bewirkt das Entstehen nunmehriger Pathogenitäten, die es ja so bis vor rd. zwanzig Jahren über rd. zwanzig Jahre  hinweg für uns nicht spürbar gab?

VG Paule

[/quote]

Siehe Beitrag 19

Da wächst sich das "Grundrauschen" sichtlich zum Störgeräusch aus.

 

HG Manfred

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

 

Hallo Manfred,

Königinnen wechsele ich nach Gefühl.
Der große Rest findet nicht statt.

Und zu jenem Störgeräusch aus dem Grundrauschen kommt der Varroazuchterfolg, im Ergebnis unbeabsichtigter Selektion auf Behandlungstoleranz, hinzu.

VG Paule

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sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

 

Hallo Manfred,

Königinnen wechsele ich nach Gefühl.
Der große Rest findet nicht statt.

Und zu jenem Störgeräusch aus dem Grundrauschen kommt der Varroazuchterfolg, im Ergebnis unbeabsichtigter Selektion auf Behandlungstoleranz, hinzu.

VG Paule

 

Guten Morgen Paule.

 

Ich halte meine Völker aus verschieden Gründen Eng beieinander. (2 Etagen übereinander) Bei Bedarf, tausche ich auch Futter-und Brutwaben. Dies handhabt sicher Jeder auf seine Weise.

 

Meine Frage:

Hat dieser möglicherweise vorkommende "Zuchterfolg" an der Milbe, von Behandelten Bienenständen, einen Einfluss auf Bienenstände, welche ohne Behandlung geführt werden?

 

lg sulz.

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

sulz schrieb:

...Hat dieser möglicherweise vorkommende "Zuchterfolg" an der Milbe, von Behandelten Bienenständen, einen Einfluss auf Bienenstände, welche ohne Behandlung geführt werden?

Hallo sulz,

ohne diese Wahrscheinlichkeit hätten sich die Milben ursprünglich nicht auf alle Völker verteilt.

VG
Paule

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sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

sulz schrieb:

...Hat dieser möglicherweise vorkommende "Zuchterfolg" an der Milbe, von Behandelten Bienenständen, einen Einfluss auf Bienenstände, welche ohne Behandlung geführt werden?

Hallo sulz,

ohne diese Wahrscheinlichkeit hätten sich die Milben ursprünglich nicht auf alle Völker verteilt.

VG
Paule

 

Jetzt stehe ich auf dem Schlauch.

Ohne was, hätten sich die Milben nicht auf alle Völker verteilt?

Wie kann ich das als Antwort auf meine Frage verstehen?

 

lg sulz.

Paule
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Hallo sulz, der Ausgangssatz lautete:
Und zu jenem Störgeräusch aus dem Grundrauschen kommt der Varroazuchterfolg, im Ergebnis unbeabsichtigter Selektion auf Behandlungstoleranz, hinzu.

Erläuterung:

Und zu jenem Störgeräusch aus dem Grundrauschen kommt der Varroazuchterfolg, im Ergebnis unbeabsichtigter Selektion auf Behandlungstoleranz (erfolgreiche Hinnahme, Annahme, Überwindung imkerlicher Bekämpfungsmaßnahmen und -mittel durch die Milben) hinzu.

 

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

sulz
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Re: Varroaverseuchtes Volk Anfang Juli behandeln

Paule schrieb:

sulz schrieb:

...Hast du Daten darüber, dass sich die Varroamilbe in den vergangenen Jahren verändert hat, oder gar zu einer Mutation gekommen ist?

Diejenigen Daten, die ich nun erhalten habe, zeigen keine Veränderung, oder gar eine Mutation...

[/quote]

 

Daten dazu habe ich nicht aber einige Infos:
Die heutigen Biens ertragen nur noch einen geringen Bruchteil der einst hier möglichen Varroenlast je Volk.
Trotz der einst weit höheren Varroenlast war damals nur eine Behandlung erforderlich.
Obgleich DWV und andere Viren in den Biens bereits anwesend waren, waren sie trotz Varroen zunächst über zig Jahre hinweg kein Problem.
Und dann gibt es noch Biens, welche mit ihrem zu fitten (vielleicht veränderten) Milb sterben dürfen und "Raum" schaffen für Biens, welche der Milb scheinbar leben lässt.
Sollten aber die heutigen Varroen hier ausschließlich noch die "gleichen" sein, wie vor fast vierzig Jahren, dann müsste es nur andere Schuldige für jene Negativentwicklung geben.

[quote=Paule]Und dann gibt es noch Biens, welche mit ihrem zu fitten (vielleicht veränderten) Milb sterben dürfen und "Raum" schaffen für Biens, welche der Milb scheinbar leben lässt.

 

Wenn ich nun alles richtig verstanden habe, so hat dieser Satz nur für Behandelte Bienenstände, jedoch nicht für unbehandelte Bienenstände gültigkeit.....Da findet ja keine Selektion auf Behandlungen statt.

 

lg sulz.