Umgang mit Melizitose-Honig

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Dyllen
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Umgang mit Melizitose-Honig

Hallo Liebe Mitglieder.

Mich würde Interessieren wie ihr mit Völkern umgeht, die sehr stark Melizitose Honig eintragen. Es dürfte ja selbstverständlich sein, dass man die Völker nicht darauf überwintern lässt. Meine Frage wäre jetzt aber wann ihr mir dem ausräumen der Waben und neu Einfüttern beginnt?

 

Gebt ihr schon während Sie Melizitose eintragen Mittelwände und kleine Portienen Flüssigfutter damit das Brutnest nicht verhonigt oder wartet ihr damit bis die Tracht vorbei ist?

 

Macht es Sinn z.B. Leerrahmen zum Ausbauen zu geben und diese dann immer wieder zum ausfressen unterzulegen?

 

Liebe Grüße Dyllen

mike
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Re: Umgang mit Melizitose-Honig

Eventuell nützlich:

https://www.imkerbund.at/aktuelle-information-zum-thema-melezitosehonig+...

Bienen Sepp
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Re: Umgang mit Melizitose-Honig

Hallo Dyllen!

Meine bisherigen Erkenntnisse im Umgang mit der Melitracht

 

So lange Melitracht herrscht:

- Brutbereich eng halten (einzargig oder schieden)
  !!wichtig!! keine Mittelwände in den Brutraum geben - werden sofort mit Honig vollgetragen
- Honigräume in ausreichender Menge aufsetzen
- sind nur mehr Mittelwände verfügbar, dass Absperrgitter rausnehmen
- vorhandene Honigkränze übern Brutbereich anritzen

Läuft die Melitracht auch noch Mitte Juli, der Varro mit totaler Brutentnahme
plus einer Fangwabe begegnen. Der Honigraum bleibt trauf, vom eingetragenen
Meli wird viel für den Ausbau der Brutwaben verwendet.

Mit dem Füttern erst beginnen, wenn die Melitracht vorbei ist.

Beim Schleudern ist die Ausbeute um eine Spur höher, wenn die Waben mit
der "Igelwalze" bearbeitet werden.
Sieben geht nur im Honigsumpf bzw. mit dem Melitherm.

Rückfüttern geht nur wenn die Völker sonst keine Tracht haben, Meliwaben über einer Leerzarge aufsetzen 
und mit Glas bzw. Gitter abdecken ziehe ich dem Untersetzen vor.
Spät rückgefütterten Honig belasse ich in den Völkern.
Mit Meli belastete Völker kommen auf sonnenseitige Überwinterungsplätze.

 

Schöne Grüße Sepp