Veterinärinformationssystem VIS

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Reinhard
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Veterinärinformationssystem VIS

Ich habe folgende Information erhalten, was haltet ihr davon?

http://f.666kb.com/i/cl308ijdy3zy3cbvm.jpg

 

Anmeldung dann nur über den Amtstierarzt??

Pfiati, Reinhard

hely1
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Hallo Reinhard

So viel ich weiß hat jeder Obmann dieses Formular bekommen. Die Mitglieder geben ihren Stellplatz mit Pazellennr. und Ortskennzahl bekannt und der Obmann leitet das Formular dann weiter an den IB. Der IB leitet das an die Behörden weiter damit jeder Imker eine Betriebsnummer bekommt.

Der Imker kann sich alleine auch Anmelden, dann muß er sich an den Amttierarzt wenden!

Grüße

Helmut

 

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Was mir fehlt, ist der rechtliche Hintergrund! Ein "wie Sie wissen" ist mir zu wenig.

Entsprechend dem VIS (TKZVO 2009 idgF) ist "der Standort", nicht aber die Grundstücksnummer bekanntzugeben. Es würde also die Adresse ausreichen!

Auf welcher rechtlichen Basis werden diese Grundstücksangaben gefordert?

Pfiati, Reinhard

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Die rechtliche Basis stellt m.E. die Tierkennzeichnungs- und Registrierungs-VO aus 2009 dar.

Unter §1 Pkt. 2 steht die Registrierungspflicht für Imker. Und damit hat es sich auch schon wieder. Mehr steht hier nicht!

http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/9/7/6/CH1142/CMS1253269050295/...

 

Und die Meldestellen an das VIS sind hier aufgezählt - von Amtstierarzt keine Rede:

http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/0/5/8/CH1141/CMS1206719524754/...

Pfiati, Reinhard

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

13.12.2013

16.1.2014

Zwei Daten mit Informationen auf der HP des NÖ-Imkerverbandes gibt es hier dazu:

http://www.noe-imkerverband.at/

Pfiati, Reinhard

Konrad
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

hely1 schrieb:
So viel ich weiß hat jeder Obmann dieses Formular bekommen.

Das kann ich nicht bestätigen.

Hobbyimker
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

hely1 schrieb:

Hallo Reinhard

So viel ich weiß hat jeder Obmann dieses Formular bekommen.

 

Hallo Konrad!

 Herr Johann Gruscher ist auch Präsident des NÖ. Imkerverbandes und hat nur in dieser Funktion für dessen Mitglieder nachstehendes Schreiben in die Homepage des NÖIV. gestellt.

tschüss

Pepi

 

***** DER PRÄSIDENT INFORMIERT *****

Thema VIS: Da noch Verhandlungen und Beratungen ausständig sind, wird die betreffende Verordnung voraussichtlich 2014 beschlossen werden und dementsprechend daraufhin in Kraft treten. Sofort nach dem In Kraft treten werden die Daten – sofern per Unterschrift genehmigt – als einmaliges Service des Landesverbandes an das VIS weitergegeben um den Aufbau einer Datenbank zum Zwecke der Bienengesundheit (Faulbrut!) zu ermöglichen. Wir werden Sie auch weiterhin über alle diesbezüglichen Neuigkeiten auf unserer Homepage informieren.

Mit imkerlichen Grüßen,

Johann Gruscher, Präsident

Paul
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Und wieder ein Fall

näher zur lückenlosen Überwachung -Orwell läst Grüßen.Unschuldig

L G Paul

afp
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Ruhig Blut Paul, bei uns in der Steiermark kommt höchstwahrscheinlich http://www.b-gis.at/

 

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Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paul schrieb:

Und wieder ein Fall

näher zur lückenlosen Überwachung -Orwell läst Grüßen.Unschuldig

L G Paul

 

Welchen Nachteil für uns Imker siehst Du, Paul?

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

afp schrieb:

Ruhig Blut Paul, bei uns in der Steiermark kommt höchstwahrscheinlich http://www.b-gis.at/

Na toll, wieso kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen?

Pfiati, Reinhard

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Muss in Österreich der Imker einer Imker-Organisation angehören?

Wenn nein, wie wäre es dann?

 

Gruß

Paule

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

afp
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule, wie kommst du auf diese Idee? Es besteht eine Meldepflicht nach dem Tierseuchengesetz, die in unserem Bundesland (Steiermark) wohl der Landesverband für Bienenzucht wahrnehmen wird. Der Landesverband betreibt auch das b-gis-Portal.

 

Abendgrüße aus Graz
Andreas

 

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Bienen Sepp
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Hallo!

Dass zukünftig direkt an die Behörde zu melden ist find ich nicht schlecht.
Denn die Vergangenheit zeigte uns, dass die Gemeinden nicht immer Herr
der Lage waren. Und im Seuchenfall gab's unnötige Verzögerungen.

Für mich stellen sich schon einige Fragen
- ab wann gibt es eine Verpflichtung zur Meldung im Veterinär Info System?
- wer hat Zugang zu diesen Daten?
- muß in Zukunft an die Gemeinde und an das VIS gemeldet werden?
- ist das VIS so kompliziert, dass wir Steirer die Unterstützung des Verbands benötigen?
- warum gibt es von Seiten der steirischen Imkervertretung keine Informationen?
- wer wird das bezahlen?

Schöne Grüße Sepp

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

Muss in Österreich der Imker einer Imker-Organisation angehören?

Wenn nein, wie wäre es dann?

Um die Frage 1 mal zu beantworten: Meines Wissens nein.

Frage 2: Eigenverantwortung. Genau wie jetzt auch.

Ich habe von Anbeginn meinen Bienenstand und die Anzahl der Völker dem Amtstierarzt gemeldet. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht mehr ganz, worum es in diesem Beitrag genau geht. Wir melden die Anzahl der Biennestände und deren Standort. Das ist uns zuzumuten. Wo ist das Problem? Ich bitte um Aufklärung, vielleicht verstehe ich hier etwas hier nicht.

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Bienen Sepp schrieb:

Für mich stellen sich schon einige Fragen
- ab wann gibt es eine Verpflichtung zur Meldung im Veterinär Info System?
- wer hat Zugang zu diesen Daten?
- muß in Zukunft an die Gemeinde und an das VIS gemeldet werden?
- ist das VIS so kompliziert, dass wir Steirer die Unterstützung des Verbands benötigen?
- warum gibt es von Seiten der steirischen Imkervertretung keine Informationen?
- wer wird das bezahlen?

Schöne Grüße Sepp

She. Postings 3 und 4. Mehr an Infos gibt es zur zeit leider nicht.

Pfiati, Reinhard

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Sommerbiene schrieb:
... Wir melden die Anzahl der Biennestände und deren Standort. Das ist uns zuzumuten. Wo ist das Problem?...

 

Das Problem besteht darin, dass sich durch überflüssige Entscheidungen Fehlentwicklungen besser planmäßig fortsetzen lassen...

 

Gruß

Paule

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Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

 

Sommerbiene schrieb:
... Wir melden die Anzahl der Biennestände und deren Standort. Das ist uns zuzumuten. Wo ist das Problem?...

 

Das Problem besteht darin, dass sich durch überflüssige Entscheidungen Fehlentwicklungen besser planmäßig fortsetzen lassen...

Gruß

Paule

Welche "überflüssige Entscheidungen" im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Anzahl der Bienenstöcke sowie des Standortes meinst Du?

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Johannes, die Satzaussage gibt Auskunft darüber.

 

Gruß

Paule

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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

 

Johannes, die Satzaussage gibt Auskunft darüber.

 

Gruß

Paule

Hartmut, wenn die Satzaussage so zweifelsfrei Auskunft darüber geben würde, hätte ich die Frage sicher nicht gestellt. Mir ist nicht langweilig, weiß Du? Du scheinst in Deinen oftmals kryptischen Ausführungen manchmal wenig Interesse zu zeigen, dass sie auch für jedermann verständlich sind. Du wirst Deine Gründe dafür haben.

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

Das Problem besteht darin, dass sich durch überflüssige Entscheidungen Fehlentwicklungen besser planmäßig fortsetzen lassen...

Ich muss dem Hannes Recht geben, ich verstehe auch nicht, was du uns damit sagen möchtest.

Pfiati, Reinhard

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Sommerbiene schrieb:

Paule schrieb:

 

Sommerbiene schrieb:
... Wir melden die Anzahl der Biennestände und deren Standort. Das ist uns zuzumuten. Wo ist das Problem?...

 

Das Problem besteht darin, dass sich durch überflüssige Entscheidungen Fehlentwicklungen besser planmäßig fortsetzen lassen...

Gruß

Paule

Welche "überflüssige Entscheidungen" im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Anzahl der Bienenstöcke sowie des Standortes meinst Du?

Hartmut, ich ersuche Dich um Erklärung Deines Satzes, also welche überflüssige Entscheidungen Du hier meinst. Danke.

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Hier eine Meldung des Erwerbsimkerbundes, die meine Einstellung aus rechtlicher Sicht nur zu gut unterstreicht!

 

 

Registrierung von Imkern/Bienenständen

 

….ebenfalls ein Thema, das die Imker landauf, landab stark in Unruhe versetzt und sehr viel Gerüchte und Märchen im Umlauf sind.

 

In manchen Verbänden und Ortsgruppen werden möglicherweise aus Unwissenheit Imker mehr oder weniger genötigt, dem Verband oder der Ortsgruppe Bienenstandkoordinaten bekannt zu geben. Jedenfalls werden sie offensichtlich über die tatsächlich bestehende Situation nicht ausreichend aufgeklärt.  Dies alles entbehrt jeglicher rechtlicher  Grundlage und zwar im doppelten Sinn:

1.      Erstens existiert die rechtliche Grundlage dafür noch gar nicht. Diese ist erst in Ausarbeitung und es ist noch nicht einmal fix, welchen genauen Inhalts diese sein wird

2.      Zweitens: egal wie dieser Inhalt aussehen wird, ist es das verbriefte Recht des jeweiligen Imkers über seine Daten alleinig unter Wahrung eines umfassenden Datenschutz selbst und allein zu verfügen. Er hat allerdings die Möglichkeit, dieses Recht an gewisse Fachorganisationen (Imkerverband, Landwirtschaftskammer) abzutreten und diese Organisationen zur Erledigung der irgendwann (nach Inkrafttreten der notwendigen Verordnung) erforderlichen Einträge zu ermächtigen. Zu dieser Abtretung seiner Rechte und Pflichten  kann der Imker jedenfalls nicht gezwungen werden.

 

Diese Abtretung kann in Fällen, wo ein Imker nicht mit dem Computer umgehen kann, praktisch und von Vorteil sein.

 

In der Praxis wird es so sein, dass jeder im VIS(VeterinärInformationsSystem) erfasste Imker ein Konto bekommt und er vom statistischen Zentralamt dafür einen Zugangscode übermittelt bekommen wird. Über diesen Zugang kann jeder Imker alle notwendigen Eingaben unter Wahrung des Datenschutzes  bequem von zu Hause aus allein erledigen.

 

Der ÖEIB wird Sie jedenfalls, so wie immer zu solch wichtigen Themen, Tag-aktuell über alle von

Ihnen als Imker notwendigen Schritte per email informieren.

Pfiati, Reinhard

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Das VIS stellt hier einen weiteren Schritt dar, auf dem Weg zur Institutionalisierung der Macht (Politik/Wirtschaft). Dass die Form dabei nicht ohne Zustimmung der Vertretenen (Dummen) auskommt, darauf wies Reinhard bereits mehrfach hin (s. Beiträge #0 u. #22).

Wenn  VerTreter dabei mitmachen, sollte es Vertretene zum Nachdenken anregen…

 

Gruß

Paule 

 

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Hans
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

"Mit dem VIS (www.ovis.at) steht der Veterinärbehörde ein hinsichtlich Funktionalität und Datengrund-lage sehr schlagkräftiges Instrumentarium zur Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung zur Verfügung. Um im Anlassfall so rasch wie möglich reagieren zu können und somit den volks- sowie betriebswirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten, bietet das VIS eine Reihe von Funktionalitäten, die unterstützend eingesetzt werden können (z.B. Anlegen von Betriebssperren, Dokumentation von Betreuungs- oder Kontrollbesuchen, Verwaltung von Überwachungsprogrammen, Ermittlung von Kontakt-betrieben, Erstellen von Zonen in einem Geographischen Informationssystem (GIS), au-tomatische Benachrichtig per E-Mail an definierte Benutzerkreise, usw.). Damit können die erforderlichen Maßnahmen auf jene Betriebe eingeschränkt werden, die als gefährdet oder gefährdend eingestuft werden."

 

VIS ist ein sinnvolles Werkzeug!

WAs mich mehr anzipft ist das hysterische, irrationale Verhalten von Konsumenten bei Tierseuchen und sogenanten Lebensmittelskandalen.

Natürlich greift das die Wirtschaft und Politik auf und erhöht dann Auflagen, Standarts und Kontrollen.

 

mfg hans

Imkerei Wieser
www.wieser-honig.at

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

Das VIS stellt hier einen weiteren Schritt dar, auf dem Weg zur Institutionalisierung der Macht (Politik/Wirtschaft). 

 

Sapere Aude!

Zwinkernd

Grüße von der Sommerbiene.

Gerhard1210
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paul schrieb:

Und wieder ein Fall

näher zur lückenlosen Überwachung -Orwell läst Grüßen.Unschuldig

L G Paul

 

soetwas gabs ja schon , hat das nicht Stasi geheißen, oder war das die Gestapo,

wie heißt es immer, wehret den Anfängen!

Wo bitte sind unsere Vertreter, werden doch nicht grad Geld umschaufeln müssen, die Armen :-)

hely1
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

gg7 schrieb:

Paul schrieb:

Und wieder ein Fall

näher zur lückenlosen Überwachung -Orwell läst Grüßen.Unschuldig

L G Paul

 

soetwas gabs ja schon , hat das nicht Stasi geheißen, oder war das die Gestapo,

wie heißt es immer, wehret den Anfängen!

Wo bitte sind unsere Vertreter, werden doch nicht grad Geld umschaufeln müssen, die Armen :-)

Hallo Gerhard!

Ich denke solche Worte und Anschuldigungen will hier niemand lesen!

MFG

Helmut

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Ich frage mich immer noch, wo für manchen hier das Problem liegt, seinen Standplatz sowie die Anzahl seiner Bienenstöcke bekannt zu geben und was das mit Orwell oder Stasi zu tun hat. Oder ist das das Winterloch? Wird schon Zeit, dass es Frühling wird und wir wieder zu unseren Bienen können.

Zwinkernd

Grüße von der Sommerbiene.

Gerhard1210
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Habe diese Woche ebenfalls das ELGA Opt Out (Austritt) für mich und meine Familie Abgeschickt, habe etwas gegen die totale Überwachung der Bürger, und die ewige Datensammlerei.

hely1
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Hallo Gerhard

Du hast sicherlich recht, die Überwachung nervt! Ich habe auch lange überlegt ob ich mich bei ELGA abmelden! Aber ist es wirklich so schlecht wenn ein Arzt vom anderen alles lesen kann? Wenn ich bedenke auf einen Kopfdruck bei einem Unfall z.B. hat der Doc sofort alle wichtigen Daten! Schlecht ??? Denke nicht! Es kommt immer darauf an, was aus dem Ganzen gemacht wird. Natürlich wäre es schlecht wenn z.B. die Unternehmerseite irgendwie Einblick bekommt! Aber wie es heute schon alltäglich ist, wenn man eine neue Arbeit sucht, verlangen viele Arbeitgeber z.B. einen Krankenkassaauszug. Kaum zu Glauben aber als ein Freund von mir solchen von derKrankenkassa abholte, sagte die Bearbeiterin das das kein Einzelfall ist.

Also zu unserem VIS. Ist es schlecht wenn der Gesundheitswart bei einem Faulbrutausbruch auf Knopfdruck sieht wo und wieviele Völker in einem bestimmten Bereich stehen. Natürlich kommt es jetzt auch wieder darauf an, was man daraus macht!

Grüße

Helmut

afp
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Das Vorhandensein einer - nochdazu staatlichen - Datensammlung weckt Begehrlichkeiten.

 

Beispiel 1 - ELGA: Du willst eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Dein privater Versicherer sagt: entweder Sie geben uns Einblick in Ihre elektronische Gesundheitsakte, oder sie kriegen keine Versicherung - wir müssen ja nicht. Wenn du dann eine nette chronische Erkrankung hast oder vl eine psychische Beeinträchtigung (z.B. Depression) hattest, wird es für dich massiv teuer oder man lehnt dich gleich ab.

 

Beispiel 2 - VIS: Du hast zum Stichtag (Hausnummer 15. Juni) 20 Bienenvölker gemeldet. In diesem Jahr wird österreichweit zur Varroareduktion Apivar verwendet. Du musst für deine Bienenvölker die vorgeschriebene Menge Apivar kaufen, ob du es einsetzen willst oder nicht. Zudem hat man so einen sehr vernünftigen und aktuellen Datenstand für die Besteuerung von Imkern. Ein Blick nach Deutschland zeigt, wie das geht.

 

Morgengrüße aus Graz
Andreas

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Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

afp schrieb:

Das Vorhandensein einer - nochdazu staatlichen - Datensammlung weckt Begehrlichkeiten.

 

Beispiel 1 - ELGA: Du willst eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Dein privater Versicherer sagt: entweder Sie geben uns Einblick in Ihre elektronische Gesundheitsakte, oder sie kriegen keine Versicherung - wir müssen ja nicht. Wenn du dann eine nette chronische Erkrankung hast oder vl eine psychische Beeinträchtigung (z.B. Depression) hattest, wird es für dich massiv teuer oder man lehnt dich gleich ab.

 

Beispiel 2 - VIS: Du hast zum Stichtag (Hausnummer 15. Juni) 20 Bienenvölker gemeldet. In diesem Jahr wird österreichweit zur Varroareduktion Apivar verwendet. Du musst für deine Bienenvölker die vorgeschriebene Menge Apivar kaufen, ob du es einsetzen willst oder nicht. Zudem hat man so einen sehr vernünftigen und aktuellen Datenstand für die Besteuerung von Imkern. Ein Blick nach Deutschland zeigt, wie das geht.

 

Morgengrüße aus Graz
Andreas

Ich habe an und für sich auch etwas gegen die totale Überwachung und gegen die Bekanntgabe von Daten.

Im konkreten Fall aber sind wir einerseits bereits seit 2009  verpflichtet, den Standort bekannt zu geben. Jetzt kommt nur Bewegung in diese Verpflichtung und eine Konkretisierung über die Bekanntgabe der Grundstücksnummer (wird wohl so in der Verordnung kommen).

 

Wo liegt wirklich das Problem?

Wenn jemand in einem Wald mit 5ha steht und die Grundstücksnummer bekanntgibt, dann werden die Stöcke auch nur schwer zu finden sein.

Wenn jemand seine Bienen auf Eigengrund hat - na und?

 

Ich verstehe den Aufruhr auch nicht ganz. Ich jedenfalls bin froh, zu wissen, wer wo in meiner Nachbarschaft Bienen hat.

 

Zu deinen Beispielen Andreas:

1.  Jede Versicherung ist sowieso leistungsfrei, wenn du eine schwere Krankheit verschweigst - da brauchst du dir um ELGA keine Gedanken machen. Im Leistungsfall musst du  jeder Versicherung Einblick in deine Krankengeschichte gewähren und der Versicherung die Nachfrage bei deinem Arzt/Pflichtkrankenversicherer ermöglichen.

 

2. Du solltest jetzt schon den aktuellen Stand deiner Bienenvölker immer melden, erstens wegen eines möglichen Versicherungsfalles und andrerseits, wenn du eine Förderung in Anspruch nehmen möchtest.

Außerdem kann sich in deinem Beispiel nach dem 15.6. die Anzahl der Völker durch KS-Bildung oder durch Zusammenlegen bzw. Abschwärmen immer noch nach oben oder unten ändern.

Pfiati, Reinhard

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

 

Hallo Bienenschützer,

 

gestern wollte ich sinngemäß etwas mitteilen, wie Andreas es schrieb. Weil ich aber eure Verhältnisse nicht kenne, habe ich den Beitrag nicht abgeschickt.

Nun doch ein Beispiel:
Unter deutschen Verhältnissen darf jeder Eigentümer von land- und/oder forstwirtschaftlichen Flächen, bis zu einer Fläche von 2.500 qm = 25 Ar eine unwiderrufliche Befreiung von der Versicherungspflicht in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft wählen, soweit darauf nicht „Spezialkulturen“ wie Baum- und Beenrobst angebaut werden (die Anzahl der Obstbäume und/oder Beerensträucher ist nicht genannt). Andere Eigentümer sind und bleiben sowieso zwangsrekrutiert.

Die Mitgliedschaft gilt auch dann, wenn man in einem anderen Bereich arbeitet und auf das Entgelt SV-Beiträge bis zur Einkommensbemessungsgrenze für die Beiträge zahlt. So wird man zum Doppelzahler (Hinweise darauf, dass der Tag vermutlich nicht nur 24 h lang ist und dass man offensichtlich ein Mehrfachleben lebt).    
Die Imkerei ist damit selbstverständlich auch eine versicherungspflichtige Tätigkeit in jener Berufsgenossenschaft, ab dem ersten Volke. In den mir bekannten Fällen sind es um die gut 11 (elf) Euronen je Volk (staatlicher Beitrag zur Förderung der Imkerei, natürlich aus privater Imkerschatulle zu leisten). 

Einer unserer Forumteilnehmer hat mit jener Berufsgenossenschaft Spezialerfahrungen machen "dürfen".

 

Würdet ihr alle euch bekannten zuständigen Tierärzte und/oder Bienensschutzspezialisten an eure Biens lassen? Es gibt dazu sehr unterschiedliche Erfahrungen!

 

Paule

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Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

afp schrieb:

Beispiel 1 - ELGA: Du willst eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Dein privater Versicherer sagt: entweder Sie geben uns Einblick in Ihre elektronische Gesundheitsakte, oder sie kriegen keine Versicherung - wir müssen ja nicht. Wenn du dann eine nette chronische Erkrankung hast oder vl eine psychische Beeinträchtigung (z.B. Depression) hattest, wird es für dich massiv teuer oder man lehnt dich gleich ab.

Der private Krankenversicherer hat schon jetzt das Recht, Einblick in sämtliche Deiner Krankenakten zu nehmen. Dieses Recht ist Voraussetzung zum Abschluss einer privaten Zusatzversicherung und daher legitim. Logisch, dass Du im Falle einer Depression vom Versicherer nicht privat versichert wirst, denn das käme ihm sehr teuer und ist auch nicht der Sinn einer Versicherung. Ich versichere mich ja auf eine Eventualität, also dass ich vielleicht eine Depression bekommen könnte und dann Versicherungsschutz habe.

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

afp schrieb:

 ... Zudem hat man so einen sehr vernünftigen und aktuellen Datenstand für die Besteuerung von Imkern ...

Ein sehr eigenartiges Argument. Imker haben ohnehin eine absolute Sonderstellung. Sie zahlen faktisch keine Steuer. Seien wir doch froh, dass es uns in dieser Hinsicht so gut geht. Wer ehrlich ist, hat nichts zu befürchten.

Grüße von der Sommerbiene.

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Ich bin hartnäckig: 

Wo bitte liegt das konkrete Problem, seinen Standplatz sowie die Anzahl seiner Bienenstöcke bekannt zu geben? Ich bitte um die Bekanntgabe von Fakten. 

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Sommerbiene schrieb:

Ich bin hartnäckig: 

Wo bitte liegt das konkrete Problem, seinen Standplatz sowie die Anzahl seiner Bienenstöcke bekannt zu geben? Ich bitte um die Bekanntgabe von Fakten. 

 

Das Problem bist du.

Es mangelt dir hier an der Toleranz für dir nicht genehme Standpunkte.

 

Paule

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

 

Sommerbiene schrieb:

Ich bin hartnäckig: 

Wo bitte liegt das konkrete Problem, seinen Standplatz sowie die Anzahl seiner Bienenstöcke bekannt zu geben? Ich bitte um die Bekanntgabe von Fakten. 

 

Das Problem bist du.

Es mangelt dir hier an der Toleranz für dir nicht genehme Standpunkte.

Paule

Mag schon sein, dass Du mich als Problem siehst. Ich sehe jedenfalls hier wenig konkretes, was ich als für mich genehm oder nicht genehm bewerten könnte. Die Aussage beispielsweise: Das VIS stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Institutionalisierung der Macht dar (Politik/Wirtschaft) - diese Deine Aussage halte ich für etwas paranoid. Das Argument "Datenschutz" kann meiner Ansicht nach auch nicht unreflektiert herangezogen werden, ohne die Abhängigkeiten zu anderen Notwendigkeiten außer Acht zu lassen. Und diese Sache gar mit ELGA oder der Stasi zu vergleichen, sorry, aber da fehlt mir tatsächlich die nötige Toleranz. 

 

 

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Sommerbiene schrieb:
...Das VIS stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Institutionalisierung der Macht dar (Politik/Wirtschaft) - diese Deine Aussage halte ich für etwas paranoid...

 

Was dem einen sein Uhl, ist dem andern sein Nachtigall.

oder

Des einen Paranoia ist des anderen Lebenserfahrung.

 

Paule

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Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Paule schrieb:

 

Sommerbiene schrieb:
...Das VIS stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Institutionalisierung der Macht dar (Politik/Wirtschaft) - diese Deine Aussage halte ich für etwas paranoid...

 

Was dem einen sein Uhl, ist dem andern sein Nachtigall.

oder

Des einen Paranoia ist des anderen Lebenserfahrung.

Paule

Man kann in einer Eule mißverständlich einen Unglücksvogel sehen oder ein Tier, das wie viele andere seine Existenzberechtigung hat und zum Ganzen zählt. Ich bin froh, dass es Eule wie Nachtigall gibt. 

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Bitte hier keine Privatkleingemetzel.

 

Zurück zum Thema VIS und zur Frage, wo das große Problem gesehen wird.

 

Eines wird sicher kommen:
Inanspruchnahmen von Fördermitteln werden an die Bekanntgabe gebunden werden.

Aber noch einmal: Seit dem Jahr 2009 ist jeder Imker bereits jetzt verpflichtet, sich im registrieren zu lassen. §1, Abs.2:

http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/9/7/6/CH1142/CMS1253269050295/...

Pfiati, Reinhard

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Reinhard schrieb:
...Inanspruchnahmen von Fördermitteln werden an die Bekanntgabe gebunden werden...

Man muss es sich wohl überlegen, ob man sich "kaufen" lässt.
Es wird nicht bei der Bekanntgabe bleiben.
Dieses System wird, wie andere auch, ein Eigenleben entfalten.

 

Paule

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Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Reinhard schrieb:

Bitte hier keine Privatkleingemetzel.

Zurück zum Thema VIS und zur Frage, wo das große Problem gesehen wird.

Gemetzel sehen anders aus. Das hier ist eine Auseinandersetzung, ich meine das im positiven Sinn.

Ja, die Frage ist, wo die großen Probleme gesehen werden. Für mich ist noch immer nicht ersichtlich, wo das Problem, oder die großen Probleme gesehen werden. Paule macht hier nur kryptisch Andeutungen, kann sich jedoch auch nicht - zumindest für mich nicht - verständlich erklären.

Und ich würde mir wirklich eine sachliche und detailierte Erklärung wünschen, wo das Problem liegt. Mal eine Frage: Warum hat man hinsichtlich des Datenschutzes Sorgen? Aus welchem Grunde sind diese Daten schützenswert und vor wem? 

Grüße von der Sommerbiene.

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Sommerbiene schrieb:

Und ich würde mir wirklich eine sachliche und detailierte Erklärung wünschen, wo das Problem liegt. Mal eine Frage: Warum hat man hinsichtlich des Datenschutzes Sorgen? Aus welchem Grunde sind diese Daten schützenswert und vor wem? 

Dazu muss sich jeder auch an der Nase nehmen, denn auf jedem Honigglas muss sowieso die genaue Adresse des Imker stehen!

Pfiati, Reinhard

albert
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Man sollte doch wirklich den Meldezettel zerreißen, das Autofahren aufgeben und Finger weg vom Internet.

Zum an die Wand gemalten Teufel gehört immer auch ein Maler.

LG Albert

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Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

albert schrieb:

Zum an die Wand gemalten Teufel gehört immer auch ein Maler.

Ein traumhaftert Spruch!!

Pfiati, Reinhard

ManfredH
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

Hallo,

beim durchlesen eurer Beiträge sehe ich immer nur negatives, ich sehe durchaus auch positives. Denkt mal an die Faulbrutfälle in unserem Land. Möglicherweise könnte mit VIS auch der Nachweis von Vergiftungen im Maisanbau nachgewiesen werden.

 

Überwacht werden wir sowieso, denkt mal an den Herrn Edward Snowden. Wer Daten will bekommt Daten, wir werden es kaum verhindern können.

 

Nur VIS Daten sind dann nicht geheim sondern offiziell in der Statistik. Völkerrverluste können dann nicht mehr unter den Tisch gekehrt werden.

Meine Meinung zum Thema

LG Manfred

Reinhard
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

ManfredH schrieb:

Hallo,

beim durchlesen eurer Beiträge sehe ich immer nur negatives, ich sehe durchaus auch positives.

Stimmt nicht, siehe meinen Beitreag Nr. 32

Pfiati, Reinhard

Sommerbiene
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

ManfredH schrieb:

Überwacht werden wir sowieso, denkt mal an den Herrn Edward Snowden. Wer Daten will bekommt Daten, wir werden es kaum verhindern können.

Ja. Nur hat das nichts mit Überwachung zu tun. Wer Bienen hält, hat Verantwortung. Gegenüber seinen Bienen und gegenüber Dritten. Es ist das Mindeste, dass er den Standplatz und die Anzahl seiner Völker bekannt gibt.

Grüße von der Sommerbiene.

Paule
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Re: Veterinärinformationssystem VIS

 

Sommerbiene schrieb:
...Es ist das Mindeste, dass er den Standplatz und die Anzahl seiner Völker bekannt gibt.

 

Die Formulierung "Mindeste" lässt Platz offen für zu erwartende zumutbare Formulierung weiterer Bekanntgabekriterien. Welche sollten das aus deiner Sicht sein?

 

Paule

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